Jürgen Oelkers

John Dewey und die Pädagogik

Cover: John Dewey und die Pädagogik
J. Beltz Verlag, München 2009
ISBN 9783407858863
Gebunden, 445 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

John Dewey gehört neben Jean Piaget zu den weltweit bekanntesten Vertretern der Pädagogik. Zu seinem 150. Geburtstag legt Jürgen Oelkers ein Buch über Deweys Leben und Werk vor, das gleichzeitig die Bildungsgeschichte der USA erzählt. Oelkers zeigt uns Dewey in allen Facetten und lässt ein Bild entstehen, wie der Philosoph zu einem der größten Reformpädagogen unserer Zeit wurde. Wie sich Demokratie als Lebensform und Erziehung in Einklang bringen lassen, diese fortwährend aktuelle Frage stand für Dewey im Zentrum. So war er ein politischer Intellektueller, der in vielen Kontroversen Stellung bezog und als Leiter der "Laborschule" in Chicago, als Berater internationaler Regierungen oder auch durch die Verteidigung Leo Trotzkis gegen die Urteile in den Moskauer Schauprozessen Geschichte machte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2009

Mit großem Gewinn, versichert Rezensent Jürgen Kaube, hat er diese Darstellung der pädagogischen Ideen des Philosophen John Dewey gelesen. Sichtbar werde Deweys Denken darin nämlich als veritables Gegengift zum deutschen Idealismus mit seinen Innerlichkeitsvorstellungen. Nicht Seelenbildung ist für Dewey das Ziel, sondern Vorbereitung des Menschen auf die Demokratie. Das heißt aber alles andere als immerwährender Sozialkundeunterricht. Vielmehr werde die und der Lernende zum Demokraten für Dewey durch "Denkschulung an Stoffen". Durch prinzipielle Fähigkeit zum Infragestellen und zum "problemorientierten Denken". Der Autor Jürgen Oelkers zeige, so Kaube, zwar den einen oder anderen blinden Fleck bei Dewey auf, stelle den Deweyschen Ansatz aber grundsätzlich zustimmend dar. Und dagegen hat der Rezensent rein gar nichts einzuwenden.
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