Ein Insider-Report über Skandale, Fehlschläge und Vertuschungen beim BKA. Er jagt Drogenhändler und Terroristen, sein Leben als BKA-Ermittler ist wie ein Abenteuerroman. In Kolumbien ist Michael von Wedel den Kokain-Kartellen auf der Spur, in Jakarta soll er ein deutsches Al-Qaida-Mitglied überführen. Als er 2005 in Indonesien vom bevorstehenden Angriff durch islamistische Selbstmordattentäter erfährt, Wiesbaden jedoch die Nachricht unterschlägt und seinen V-Mann ans Messer liefert, kommt es zum Bruch mit seiner Behörde. Von Wedel erzählt dem "Spiegel"-Korrespondenten Jürgen Kremb unter anderem, wie das BKA in Pakistan Drogen schmuggelte, um seine Erfolgsstatistik aufzubessern, und über gefährliche Fehlschläge bei der Fahndung gegen das Terrornetzwerk Al-Qaida.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.02.2009
Nicht übermäßig bereichernd fand Hans Holzhaider diese Abrechnung eines ehemaligen BKA-Kommissars. Es ist die Geschichte von Michael von Wedel, der, so lässt uns der Rezensent wissen, mehr als 25 Jahre für das Bundeskriminalamt gearbeitet hat und nun ohne Rentenansprüche von Hartz IV lebt. Er wurde wegen eines "kurzfristigen, menschlich durchaus nachvollziehbaren Versagens" - Wedel tauchte offenbar für einige Tage ab, nachdem ihm ein Disziplinarverfahren angedroht wurde - in den Vorruhestand geschickt und ist finanziell ruiniert. Bei Wedel und seinem Mit-Autor Jürgen Kremb wird das BKA nun, so lässt uns Holzhaider wissen, als eine Ansammlung von inkompetenten und arroganten Dilettanten beschrieben, die auch mal einen aufgeflogenen V-Mann in den sicheren Tod nach Kolumbien zurückschicken. Die Kaltschnäuzigkeit der Bundesbehörde hält der Rezensent durchaus für skandalös - ein ganzes Buch hätte man seiner Meinung nach über den Vorgang aber nicht schreiben müssen, denn dieses erschöpfe sich doch oft in der Beschreibung skurriler Typen und Organisationsabläufe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2008
Armer Peter Carstens. Wie der ehemalige BKA-Beamte Michael von Wedel auf den Hund kam, musste er lesen. Seine Rezension fällt entsprechend böse aus. Ein Schicksalsbericht liest sich eben mitunter schlicht wie die Revanche eines verbitterten Beamtenherzens. Dass Wedel auf Islamistenjagd im Fernen Osten die Nerven verlor, scheint Carstens zwar durchaus zu rühren, ebenso die vom Autor und seinem Co-Autor aufgefahrenen Vorwürfe gegen das BKA (Kompetenzstreitereien, Eitelkeit, Inkompetenz). Das Buch findet er trotzdem "schlecht".
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…