Beinahe zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde Osama Bin Laden endlich von amerikanischen Spezialeinheiten in seinem Versteck in Pakistan aufgespürt. Peter L. Bergen hat 1997 als erster westlicher Journalist ein Interview mit Osama Bin Laden geführt, das den Terroristen einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte. In diesem aktuell recherchierten Buch enthüllt er die Hintergründe der Jagd auf den größten Terroristen unserer Zeit. Warum dauerte es so lange, Bin Laden zu finden, wer deckte ihn und half ihm? Genoss er die Unterstützung Pakistans? Wie organisierte sich al-Qaida unter dem Druck der Verfolgung? Warum versagten wiederholt westliche Geheimdienste und Spezialeinheiten? Und, nicht zuletzt, was geschah wirklich bei der Tötung Bin Ladens in Abbottabad?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2012
Wilfried von Bredow erzählt die Geschichte von Osama Bin Laden bis zu seinem gewaltsamen Tod nach, so wie offenbar in diesem Buch des Publizisten Peter L. Bergen dargestellt. Laut Rezensent befasst sich der Autor vor allem und unter Verwendung von einer Menge Hintergrundinformationen mit dem letzten Akt des Dramas in Abbottabad im Mai 2011. Eine gewisse Überhöhung der Arbeit der Nachrichtendienste kann Bredow erkennen, aber auch ein Verweilen bei den vielen Fehlern bei dem Versuch, Bin Ladens habhaft zu werden. Besonders spannend erscheint dem Rezensenten der Teil des Buches, in dem der Autor die Entscheidungsprozesse in Washington schildert, die zum Blitzeinsatz in Abbottabad und zum Tod Bin Ladens führten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.08.2012
Olaf Ihlau hat Peter L. Bergens Dokumentation der "Jagd auf Osama bin Laden" mit angehaltenem Atem gelesen und sich dabei wie von einem Krimi fesseln lassen. Die farbechten Details bei der Tötung des Al-Qaida-Führers, die der Rezensent schaudernd zitiert, tragen offensichtlich zum mitreißenden Effekt des Buches bei, das weniger von neuen Informationen der wohl aufwendigsten Verbrecherjagd aller Zeiten lebt, als von der vermittelten Spannung. Dabei lässt Ihlau aber keinen Zweifel daran, dass er auch von der Qualität und vom Informationsgehalt des Buches überzeugt ist. Der Journalist Bergen hatte allerdings nicht nur das Glück, bin Laden 1997 zu interviewen, er durfte auch den Gebäudekomplex in Augenschein nehmen, in dem sich der Al-Qaida-Chef sechs Jahre lang versteckt hielt, lässt der Rezensent noch wissen.
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