Jürg Laederach

Harmfuls Hölle

In dreizehn Episoden. Erzählungen
Cover: Harmfuls Hölle
Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783518422434
Gebunden, 190 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Der übliche Held der Handlung findet in der Regel das Bühnenbild vor und fängt an, quer durch es zu laufen. Harmful läuft los und erzeugt damit die Bühnenbilder. Womöglich erdenkt er sie, ist ihnen aber doch ausgeliefert. Weder ist er was er gern möchte der einzige Held, noch hält die Hölle den Prüfungen seines Hitzemessers stand. Er hätte gern seine Ruhe, doch die Stimmen vieler anderer quälen ihn. Nicht die geringste dieser Qualen ist es, daß er darüber unter erheblichen Eigenkosten lachen könnte.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.03.2012

Mit großen Vergnügen hat Rezensent Martin Zingg die neuen Erzählungen von Jürg Laederach gelesen. Die dreizehn Episoden um Ruud Harmful, der mal eine Frau hat, dann wieder nicht, dann diese tötet, dann selbst eine ist, scheinen ihm voll von aberwitzigen Wendungen, skurrilen Einfällen und surrealen Bildern. Er attestiert den Erzählungen einen hohen Unterhaltungswert. Allerdings sollte man seines Erachtens bereit sein, sich auf sie einzulassen und sich für das Lesen Zeit zu nehmen, damit man den enormen Sprachwitz des Autors ganz genießen kann.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.02.2012

Unlustig verwirrt ist Burkhard Müller von Jürg Laederachs Erzählband "Harmfuls Hölle". Den rinnenden Onkel, "der eigentlich nichts tut als dazuliegen und dennoch Substanzen aussickert", wie er ihn bei Laederach findet, erklärt er zur emblematischen Figur des Buches. Schönes und Poetisches sieht der Rezensent leider in der Formlosigkeit untergehen. Stattdessen, wünscht sich der Rezensent, hätte der Autor ein paar spannenden Gedanken wirklich folgen sollen, anstatt zu erwarten, dass sich die Leser "selbst das Lohnende herausklauben".
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