Jürg Amann

Zimmer zum Hof

Erzählungen
Cover: Zimmer zum Hof
Haymon Verlag, Innsbruck 2006
ISBN 9783852185118
Gebunden, 79 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Acht neue Geschichten des preisgekrönten Autors, in denen das Leben im wahrsten Sinn des Wortes zur Sprache kommt. Das Leben mit all seinen Facetten, so verrückt und absurd, so grausam und endlich, so berührend und einzigartig, so unfassbar und undurchschaubar ... Ein Schriftsteller bekommt über Jahre hinweg Briefe von jemandem zugesandt, der sich nicht zu erkennen gibt. Er hofft, mit Hilfe eines Graphologen das Rätsel lösen zu können. Ein Kongressteilnehmer in einem Hotelzimmer mit Fenster zum Hof verwechselt Eros mit Thanatos.Ein Ehemann erwacht aus einem orgiastischen Traum und trägt von da an das Bild seiner Traum-Frau mit sich. Ein alter Mann schiebt den leeren Rollstuhl seiner verstorbenen Frau vor sich her und bilanziert ihr gemeinsames Leben. Ein Angestellter befindet sich im World Trade Center, während es brennt und zusammenstürzt. Er erfährt via TV von der Katastrophe, deren Teil er selber ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.11.2006

Jürg Amann macht in seinen knappen acht Erzählungen, die diesen Band füllen, weder viele noch große Worte, stellt Karl-Markus Gauss fest. In seinen Prosatexten, die sich darin ähneln, dass das Normale plötzlich ins Schreckliche oder Skurrile kippt, spiele der Schweizer Autor höchst raffiniert mit der Erzählerfigur. Die stille Tragik seiner Figuren wird nicht mit großen emotionalen Gesten beschworen, sondern geradezu "wortkarg" evoziert, so Gauss beeindruckt. In diesen Erzählungen erweise sich Amann einmal mehr als Meister des "Unspektakulären".
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