Joyce Carol Oates

Pik-Bube

Roman
Cover: Pik-Bube
Droemer Knaur Verlag, München 2018
ISBN 9783426281871
Gebunden, 208 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Frauke Czwikla. Unter dem Pseudonym "Pik-Bube" verfasst der renommierte Schriftsteller Andrew Rush düster-verstörende Thriller. So leicht ihm das Schreiben dieser rauschhaften Gewaltfantasien weit nach Mitternacht von der Hand geht, so verschwommen ist später seine Erinnerung an den Inhalt. Als ein Plagiatsvorwurf Rushs guten Ruf - und damit seine Existenz und seine Familie - bedroht, ist plötzlich "Pik-Bube" mit hinterhältigen Ratschlägen zur Stelle. Und fast gegen seinen Willen beginnt Rush ihnen zu folgen.

Im Perlentaucher: Die Fähigkeit, Schmerzen zuzufügen

Es ist atemberaubend, mit wie viel Finesse Oates hier das Unheil seinen Lauf nehmen lässt. In Andrew J. Rush steigen all die hässlichen, gemeinen, fiesen Impulse auf, die er bisher in seine Pulp-Romane bannen konnte. Völlig fasziniert von diesen ihm zuvor unbekannten Kräften, versucht er gar nicht erst, sie zu bändigen. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.05.2018

Böse und eisgekühlt zu genießen ist dieses Buch laut Rezensentin Sylvia Staude. Wie Joyce Carol Oates hier einmal mehr mit Genres und Erwartungen spielt, findet die Rezensentin faszinierend. Aus der Geschichte eines schreibenden Biedermannes wird so schnell die Story eines Jekyll und Hyde, eines Doppellebens, das für Staude Kafka-Assoziationen weckt und an dessen Ende der blanke Horror steht, samt Hexe, wie die Rezensentin feststellen muss. Die Persönlichkeitsveränderung, der der Leser beiwohnt, ist so spannend wie meisterlich inszeniert, versichert Staude.