Joseph Lemasolai Lekuton

Facing the Lion

Kindheit und Jugend eines Massai in der afrikanischen Savanne (Ab 12 Jahre)
Cover: Facing the Lion
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2007
ISBN 9783779500810
Gebunden, 131 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Joseph ist ein Massai-Junge, ein Nomadenkind in der Savanne Kenias. Ein ausdauernder Läufer, ein gewiefter Rinderhirte, ein Schlingel, der die Pflichten auch schon mal in den Wind schießt, wenn spannende Abwechslung lockt. Auch wenn er der Strafe des kneifenden Mannes nicht immer entwischen kann: Joseph ist der Augenstern der Familie und niemand kann ihm lange böse sein. So lebt er bei allen Entbehrungen, die das Nomadenleben mit sich bringt, glücklich inmitten der Gemeinschaft von Familie und Dorf. Die Werte dieser Gesellschaft sind stark und verbindlich, lassen aber immer Raum für Milde und Nachsicht. Wie alle Jungen sehnt Joseph sich danach, ein echter Krieger zu werden. Einem Löwen direkt in die Augen blicken, ihn töten, sich beweisen als tapferer Jäger! Wenn er auch seinen Löwen nie erlegt, so lässt Joseph doch keine Herausforderung aus. Anders als seine Brüder besucht er die Schule, die mal 8, mal 30, mal 70 km entfernt ist, denn sein Dorf ist immer dort, wo ausreichend Gras für die Rinder wächst. Wenn die Ferien beginnen, dann muss er die Familie suchen - zu Fuß, den Plastikbeutel mit seinen Habseligkeiten über der Schulter.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 22.03.2007

Dem Anfang der siebziger Jahre in Kenia geborenen Joseph Lemasolai Lekuton ist mit dem Erinnerungsbuch über seine Kindheit als Angehöriger der nomadischen Massai und als sesshafter kenianischer Internatsschüler ein "spannender authentischer Bericht aus Ostafrika" gelungen, freut sich Birgit Dankert. Abseits touristischer Trampelpfade und Projektionsflächen bekomme der Leser einen unverstellten Blick auf die Lebensbedingungen eines jungen Menschen, der, wie überall anders auch, sozialen Regeln unterliegt. Mit dem Unterschied, dass es sich bei den Initiationsriten des Ariaal-Clans um die Begegnung mit einem Löwen oder um Beschneidung handeln kann. Lekuton bewege sich in seiner Erzählung innerhalb des bei den Massai gebräuchlichen Wertesystems und versage sich den Vergleich mit der westlichen Kultur, die der Autor, der inzwischen zum Teil in den USA lebt, ebenfalls aus eigener Anschauung kennt. Aus dieser Perspektive heraus bleibt dem jugendlichen Leser die Möglichkeit, ein eigenes Verständnis für diese gänzlich fremde Kultur zu entwickeln, findet Birgit Dankert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2007

Angelika Overath ist fasziniert von diesem Kinderbuch, in dem der Verfasser über seine Kindheit in Kenia berichtet. Er ist dort als Nomade aufgewachsen, besucht später die Missionsschule und studiert und arbeitet schließlich in den USA. Sie erkennt in diesem Buch eine "Parabel gegen die Angst". Denn die frohe Grundbotschaft sei, dass man alles erreichen könne, was man wirklich wolle, so die Rezensentin sehr einverstanden. Gerade europäische Kinder werden die Schilderungen sehr fesselnd finden, so fremd ist die Lebenswelt der Massai gegenüber ihrem Alltag, meint Overath, die es gutheißt, dass mittels einer Websiteliste, die Links zum Leben und zu den Chancen von Massaikindern anbietet, auch zum eigenen Nachdenken aufgerufen wird.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2007

Angelika Overath findet dieses Kinderbuch sehr faszinierend, in der Joseph Lemasolai Lekuton über seine Kindheit als Nomade in Kenia erzählt, der später die Missionsschule besucht und schließlich in den USA studiert und arbeitet. Sie erkennt darin eine "Parabel gegen die Angst". Denn die frohe Grundbotschaft des Buches sei, dass man alles erreichen könne, was man wirklich wolle, so die Rezensentin sehr einverstanden. Gerade europäische Kinder werden die Schilderungen sehr fesselnd finden, so fremd ist die Lebenswelt der Massai gegenüber ihrem Alltag, meint Overath, die es gutheißt, dass mittels einer Websiteliste, die Links zum Leben und zu den Chancen von Massaikindern anbietet, auch zum eigenen Nachdenken aufgerufen wird.
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