Katalog zur Ausstellung in der MEWO Kunsthalle Memmingen. Herausgegeben von Joseph Kiermeier-Debre und Fritz Franz Vogel. Der Künstler Josef Madlener (1881-1967), dessen inhaltliche und maltechnische Bezüge zu Friedrich, Segantini, Schwind und Millet offensichtlich sind, kann als Vater der Neoromantik bezeichnet werden. In Auseinandersetzung mit dem französischen Impressionismus und den Neo-Impressionisten bildete er seine ureigene divisionistisch-pointillistische Technik aus, in der er zunächst konventionelle Themen und Motive der Region sowie Szenen des ländlich-bäuerlichen Lebens gestaltete. In den 1930er Jahrenexperimentierte er mit medialem Malen, beschäftigte sich mit Mystik und Okkultismus und nahm in seinen Zeichnungsbüchern dezidiert Stellunggegen das System von A. H., unschwer als Hitlers Initialen erkennbar. Der Romancier J.R.R. Tolkien bediente sich bei der Konzeption seines Zauberers Gandalf in "Der Herr der Ringe" (1954) auch eines Sujets Madleners. So ist Gandalf dem Berggeist nachempfunden einer Figur, inder sich zugleich der Maler selbst spiegelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2007
Rezensentin Julia Voss ist begeistert von der Welt, die sich beim Blättern in diesem Bildband erschließt. Der vorgestellte Maler Josef Madlener - aus einer Zeichnung zog J.R.R. Tolkien die Inspiration für die Figur des Gandalf im "Herr der Ringe" - amalgierte verschiedenste Einflüsse zu einem stimmigen Ganzen: " Provinz und Großstadt, Moderne und Traditon" verbindet er in seinem "umfassenden Bilderlabyrinth" zu einer surrealen Welt. Madleners Daseinsform ist Voss' Meinung nach jedenfalls am besten als "eine weltverschlingende Einsiedelei" zu bezeichnen, die fantastische Resultate hatte. Das Bild, von dem Tolkien offensichtlich begeistert war, empfindet die Rezensentin nach dem Eindruck, den das Buch hinterlässt, jedenfalls als eines der langweiligeren.
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