Josef Bierbichler

Verfluchtes Fleisch

Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783886612406
Gebunden, 250 Seiten, 19,43 EUR

Klappentext

Ein Buch der radikalen Fragen ans Theater, an die Gesellschaft und nicht zuletzt an sich selbst.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.10.2001

Ein zwiespältiges Buch, aber faszinierend und letztlich doch lohnend, meint Marion Löhndorf über die "ungeordnete Sammlung" von Gedanken und Einfällen des Münchener Schauspielers, der sich über das Theater, die Politik, die Bayern, die Liebe und natürlich auch die lieben Kritiker seine bösen Gedanken macht. Was Löhndorf stört, ist Bierbichlers stolze Selbstbeweihräucherung als Anti-Establishment-Künstler. Er lässt nur wenige neben sich gelten, und so erfährt man aus dem Buch eine Menge Klatsch und Tratsch über die Theaterzunft, der sich oft nur Eingeweihten erschließen würde, so Löhndorf. Dennoch spürt sie aus Bierbichlers wilden Gedanken "ein Ringen um authentische Positionen", um Moral und Schuld heraus, sieht sogar eine Botschaft am Werke, die da heißt, dass sich der Mensch im Medienzeitalter durch stete Selbstbeobachtung, Selbstwahrnehmung gegen Vereinnahmung durch andere - Ideen, Personen, Medien - zu behaupten habe. Memoiren im üblichen Sinn verspricht das "Verfluchte Fleisch" jedenfalls nicht.
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