Jonas Hassen Khemiri

Alles, was ich nicht erinnere

Roman
Cover: Alles, was ich nicht erinnere
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2017
ISBN 9783421047243
Gebunden, 336 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Welchen Preis zahlen wir, um nicht allein zu sein? Samuel hat so viele Gesichter, wie ihn Menschen kennen. Nun lebt er nur noch in der Erinnerung aller, und jeder erinnert sich anders an diesen schmächtigen jungen Mann, der ein fürsorglicher Enkel, großzügiger Freund und hingebungsvoller Liebhaber war - bis zu jenem Tag, an dem er den alten Opel seiner Großmutter in voller Fahrt gegen einen Baum lenkt. War es ein Unfall oder Selbstmord? Die einen sagen, dass Samuel sich hat rächen wollen an seiner großen Liebe Laide, die sich nun immer an ihn erinnern muss. Die anderen sagen, dass das alles nie passiert wäre, hätte sich Samuels bester Freund, der geldgierige Vandad, nicht eingemischt. Was nur ist tatsächlich passiert?

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 30.08.2017

Universell findet Katharina Granzin, wie Jonas Hassen Khemiri seine Figur aus den Perspektiven verschiedener Wegbegleiter zusammensetzt, universell das Drama der dabei zutage tretenden Identitäten und Absichten des jungen Mannes. Auch wenn Stockholms Geografie im Text für die Rezensentin gut zu erkennen ist, für zentral hält sie die verhandelten existenziellen Fragen, die der Autor, den Leser mächtig fordernd, wie Granzin erklärt, schön polyphon arrangiert.

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