Mit 64 SW-Abbildungen, 22 Farbabbildungen und 2 Karten. Alpenbücher gibt es so viele wie Geröll auf dem Aletschgletscher. Dieses aber ist ganz anders: In "Die Alpen" beschreibt Jon Mathieu die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur in dieser besonderen Kulturlandschaft. Seit den Zeiten des Ötzi und der Hallstatt-Jäger sind die Alpen zu einem einzigartigen Kulturraum geworden. Diese Geschichte der Alpen umspannt die Besiedelung des alpinen Raums bis heute und erzählt von der menschlichen Kultur und vom Leben, Arbeiten und Denken in den Bergen und Tälern der Alpen. Die unterschiedlichsten Kulturen waren und sind in dieser harten, fordernden Umwelt zu Hause.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.09.2015
Hansjörg Küster lobt die Darstellung des Historikers Jon Mathieu über die Alpen für einige eindruckvolle Miniaturen, etwa zur Geschichte des Tunnelbaus, zu Bauernhäusern oder zur Nutztierhaltung. Die qualitative Verschiedenheit der kurzen Kapitel fällt ihm auf, aber auch, dass viele spannende Themen im Buch fehlen, so zum Erzbergbau oder zur Almwirtschaft. Dass es dem Autor allzu selten gelingt, die einzelnen Kapitel erkenntnisbringend miteinander zu verknüpfen, scheint Küster das Hauptproblem des Textes zu sein. So aber gleicht es laut Rezensent eher einer Materialsammlung, wenngleich auch einer interessanten, die durch Fotos, Karten und Literaturverzeichnis gewinnt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.08.2015
Bergromantik und Touristenidyllen haben unser Bild von der europäischen Bergwelt völlig überlagert, glaubt Urs Hafner und freut sich daher, dass der Luzerner Historiker Jon Mathieu eine Geschichte des Alpenraums präsentiert, die für Gegenwart und Vergangenheit ein realistisches und facettenreiches Bild zeichnet. Ökologie und Weidewirtschaft, Hexenverfolgung und Alphabetisierungsrate - alles beleuchtet Mathieu, wie Hafner meint, kenntnisreich und präzise. Dass der Autor nicht in Pessimismus verfällt, ist dem rezensenten dabei nur recht, die Alpenkonvention, ein boomender Tourismus und die sich stetig wandelnde Landwirtschaft werden auch über die aktuellen Krisen der Region hinweghelfen, überzeugt der Autor den Rezensenten.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…