Aus dem Amerikanischen von Jessika Komina und Sandra Knuffinke. Steve durchlebt eine schwere Zeit: sein neugeborener Bruder kämpft um sein Leben und fordert damit natürlich alle Aufmerksamkeit seiner Eltern. Währenddessen zeichnet sich vor dem Dachüberhang bedrohlich ein Wespennest ab. Als sich eines Nachts die Wespenkönigin in Steves Träume einschleicht und ihm anbietet, das Baby zu "reparieren", scheinen seine Wünsche erhört zu werden. Doch die Dinge nehmen eine finstere Wendung, als Steve erkennt, was wirklich mit dem Kleinen geschehen soll.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.05.2016
Als außerdordentliches Jugendbuch mit beträchtlichem Reiz auch für erwachsene Leser bezeichnet Maren Bonacker Kenneth Oppels alptraumhafte Geschichte von einem Jungen, der mit seinem Baby-Bruder um die Aufmerksamkeit der Eltern buhlt und dabei in die Zwischenwelt von Traum und Wirklichkeit gerät. Diesen Vorgang vermittelt der Autor laut Bonacker mit meisterlicher Psychologie und einer ordetlichen Prise subtilem Horror, ausdrucks- und bildstark, fesslend weit über die Lektüre hinaus. Die Bilder von Jon Klassen unterstreichen den düsteren Charakter der Ich-Erzählung, meint die Rezensentin.
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