John Ruskin

Die Steine von Venedig

Neu komponiert von Catharina Berents und Wolfgang Kemp
Cover: Die Steine von Venedig
Corso Verlag, Hamburg 2016
ISBN 9783737407304
Gebunden, 320 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Ausgewählt, aus dem Englischen übertragen und mit einem Nachwort versehen von Catharina Berents und Wolfgang Kemp. John Ruskin machte sich Gedanken um den Fortbestand Venedigs. Aus Sorge, dass viele Bauten in Zukunft durch die zunehmende Industrialisierung unwiderruflich verloren sein könnten, fertigte er Hunderte von Zeichnungen an, porträtierte Details von Fassaden und ganzen Häusern, zeichnete Kirchen und Basiliken und versuchte so, in Bild und Beschreibung die sterbende Schönheit der Serenissima festzuhalten. "The Stones of Venice" ist geprägt von einer idealisierten Darstellung insbesondere der Gotik in Venedig einschließlich ihrer sozialen Begleitumstände. Außerdem beinhalten die "Stones" präzise Darstellungen und Beschreibungen venezianischer Architektur und Malerei, besonders von Tintoretto, die für baugeschichtliche Analysen bis heute von größtem Interesse sind. Diese Neuausgabe der "Steine von Venedig" enthält auch die Daguerreotypien, die erst 2006 entdeckt und restauriert wurden. Sie werden hiermit erstmals in einer deutschen Buchpublikation gezeigt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2016

Helmut Mayer freut sich über diese von Catharina Berents und Wolfgang Kemp besorgte Auswahl mit Texten aus John Ruskins zwischen 1851 und 1853 erschienenem Venedig-Buch. Schon früh habe der Autor die Zerstörung der Stadt durch seine Zeitgenossen bemerkt und bereits 1946 festgehalten: "Wie ein Stück Zucker im Tee, so schnell schmilzt Venedig dahin." Ruskins Grammatik der Bauformen ist für Mayer auch eine Geschichtserzählung über Venedig, die sich zugleich als sprachlich meisterliche Kritik an viktorianischen Verhältnissen lesen lässt, wie der Rezensent meint. Die Auswahl zeigt ihm alle Register des Werks, so Mayer, enthält exzellente Einführungen und eine bemerkenswerte Bildausstattung mit Ruskins Zeichnungen und Daguerrotypien. Wer erfahren möchte, wie sich Venedig veränderte und wie Ruskin unter der von ihm mit initiierten touristischen Vermarktung litt, der wird hier fündig, meint Mayer.