Aus dem Englischen von Adelheid Zöfel. Es gibt sie, diese winzigen Momente, die ein Leben für immer verändern. Für Danny und seine Familie kommt ein solcher Moment, als Dannys Mutter einen kleinen Jungen mit dem Auto anfährt. Quälende Schuldgefühle lassen sie nicht mehr los, die Familie droht auseinanderzubrechen. Der Text besticht durch eine spannende Handlung und die großartig eingefangene Atmosphäre. John Boyne erzählt unmittelbar aus der Sicht des zwölfjährigen Danny und schafft so einen eindringlichen Roman über Schuld, Schicksal und die Kunst, zu verzeihen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2012
Sehr beeindruckt ist die Rezensentin Elena Geus von diesem Roman um eine Familie, die an den Folgen eines Unfalls zu zerbrechen droht: Die Mutter hat einen kleinen Jungen angefahren und lebensgefährlich verletzt. Obwohl sie unschuldig war, drücken die Schuldgefühle sie nieder. Ihr Mann ist überfordert, der Sohn fühlt sich nicht nur vergessen, er ist es wohl auch. Wie Boyne das Unglück jedes einzelnen Familienmitglieds "sprachlich mit äußerster Zurückhaltung" beschreibt und dem Leser näher bringt, findet Geus ganz außerordentlich. Fast ist ihr Glaube an die Stabilität einer intakten Familie gefährdet.
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