Die vorliegende Studie des Konflikts in Cote d'Ivoire beruht zum Teil auf den persönlichen Beobachtungen des Autors. Sie untersucht die Entstehung des Bürgerkriegs in Bezug auf die geschichtlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ursachen und stellt diese in den Zusammenhang mit den Veränderungen, die durch das Eindringen neuer regionsfremder Mächte in Westafrika als Folge der vergrösserten Nachfrage nach Ressourcen und der wachsenden geopolitischen Bedeutung Afrikas entstanden sind. Eine Westfälische Ordnung für diese Region wird als Möglichkeit für deren Befriedung erachtet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.11.2006
Wer wirklich begreifen wolle, was in diesem Land geschieht, dem legt Rezensent "ach" diese "brillante" Studie ans Herz, zu der es aus seiner Sicht im deutschsprachigen Raum kein Pendant gibt. "Alemannisch nüchtern" gehe darin Johannes Kunz, der frühere Schweizer Botschafter in Abidjan, die Aufgabe an, das ehemalige "französische Schaufenster" in Afrika jenseits des medialen Lärms zu betrachten und zu analysieren. Kühl und mit dem "Sachverstand eines Politologen" lege er die Motive politischer Akteure, Krisen und Konflikte dar. Sein Sachverstand durchdringe auch die Oberflächen der Propaganda. Wenn er auch nicht auf alle Fragen eine Antwort hat, so setzt Johannes Kunz die Krise offenbar doch prägnant und informativ ins Licht.
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