Mit 55 schwarz-weiß-Abbildungen. Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise durch Geschichte und Gegenwart der Sonnenallee - jener Magistrale, die das quirlige Kreuzkölln mit dem beschaulichen Treptow verbindet. Auf einer Strecke von fünf Kilometern trifft hier orientalischer Lebensstil auf Berliner Schnauze, schmiegen sich hässliche Plattenbauten an sanierte Gründerzeithäuser, eilen hippe Coffeetogotrinker an Bettlern und Gestrandeten vorbei. In Alltagsbeobachtungen zeichnet Jörg Sundermeier das Bild einer Straße, die typisch ist für das neue Berlin, das sich noch nicht entschieden hat, ob es lieber arm bleiben oder sexy werden will. Oder umgekehrt.
Rezensentin Ursula März entdeckt an dem Leiter des Verbrecherverlags, Jörg Sundermeier, ganz neue Qualitäten: Eine feinsinnige Beobachtungsgabe nämlich, die er in dieser ebenso unterhaltsamen und überraschenden wie "lehr- und gedankenreichen" Stadterzählung unter Beweis stelle. März lässt sich von Sundermeier auf einen ausgedehnten Spaziergang entlang der gesamten Sonnenallee mitnehmen, verlässt die ausgetrampelten Pfade und lernt auch die "struppige" Architektur in Treptow-Köpenick kennen und staunt, wie spielfreudig und "stilsicher" Sundermeier zu erzählen vermag.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…