Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat sind sich einig: Die NPD muss verboten werden. Der Verbotsantrag wurde beim Bundesverfassungsgericht bereits eingereicht, der Ausgang des Verfahrens ist ungewiss. Der Autor war als Jugendlicher bis zu seinem Ausstieg 1990 selber viele Jahre Mitglied und Funktionär in NPD und DVU. Er befürwortet ein Verbot und begründet dies detailliert und kenntnisreich mit der Geschichte, der Praxis und der Programmatik der NPD - gleichzeitig ist er sich bewusst, dass ein Verbot nicht das Problem des Neofaschismus lösen wird und die Gefahr einer weiteren Aushöhlung der Grundrechte im Allgemeinen besteht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.10.2001
Jörg Fischer kennt NPD, DVU und die rechtsextreme Szene genau. Nach seinem Ausstieg "bemüht er sich um Aufklärung über Ziele und Praktiken seiner Kameraden von einst", referiert Samuel Salzborn. Der Autor sei erklärter Befürworter des NPD-Verbotes. Seit ihrer Gründung im Jahre 1964 verfolge die Partei "explizit neofaschistische Ziele". Leugnung der nationalsozialistischen Verbrechen, Rassismus, Antisemitismus sowie das Bejahen eines autoritären Staats und von Gewalt als politischem Mittel seien ihre wesentlichen Inhalte. Der Autor warne außerdem vor Programmen, die rechtsradikale Jugendliche zum Ausstieg animieren sollen: Diese nähmen deren starke Identifizierung mit faschistischen Zielen zu leicht. Ein Ausstieg sei ein "langer, lebensverändernder Prozess". Der sympathisierende Ton der Rezension lässt erkennen, dass der Kritiker diese Warnungen beherzigenswert findet.
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