Der Autor behandelt die Beurteilung der "aktiven" Sterbehilfe aus verfassungsrechtlicher Sicht. Die einschlägigen Argumente werden verfassungsrechtlich, das heißt grundrechtlich eingefangen und systematisch verarbeitet. Durch eine konsequente Analyse des Lebensrechtes (Art. 2 II GG) aus der Autonomieperspektive des Art. 1 I GG soll eine konsistente Interpretation des Lebensschutzes jenseits der Alternative von Heiligkeit des Lebens versus Interessenschutz vorgestellt werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.03.2005
Dies Buch gilt dem alltäglichen Sterben. Und es ist ein informatives wie erschütterndes Buch, wollen wir den Worten des Rezensenten Michael Pawlik Glauben schenken. Erschütternd, weil der Autor uns mitnimmt auf die Palliativstationen der Spitäler, Heime und Hospizen, informativ, weil er Kostenberechnungen und Statistiken auswertet. Das ergibt ein düsteres Gesamtbild, das der Rezensent denjenigen zur Ansicht empfiehlt, die sich gesundheitspolitisch dem Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung gern verweigern möchten: So schaut das in der Praxis aus. Pawlik gruselts angesichts des dokumentierten Heimalltags und der im Buch gewährten Einsicht in eine Studie zu den Todesursachen von Altenheimbewohnern. Dabei lehrt ihn der gründlich rechnende Autor, dass sich eine Verbesserung finanziell durchaus bewältigen ließe. Nach dieser Lektüre, so Pawlik, wird man Todesanzeigen mit anderen Augen lesen.
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