Aus dem Amerikanischen von Karen Nölle. War der Begründer der modernen Detektivgeschichte ein Mörder? Was hat E.A. Poe mit der Leiche der jungen Tabakverkäuferin Mary Rogers zu tun? Wie es scheint, ist er im New York des 19. Jahrhunderts in drei Mordfälle verwickelt. Und dann taucht auch noch eine Erzählung aus seiner Feder auf, die frappierende Parallelen zu den Morden aufweist. Ist sie der Schlüssel zu ihrer Lösung? Ein kriminalistischer Hochgenuss: raffiniert, anspielungsreich und hoch spannend.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2008
Durchaus angetan ist Sabine Doering von Joel Roses Roman um einen rätselhaften Mordfall im New York des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt sieht sie die Bemühungen des New Yorker Polizeichefs Joseph Hays, die Ermordung des Ladenmädchens Mary Rogers aufzuklären, einen Fall, den Edgar Allen Poe seinerzeit in der Fortsetzungsgeschichte "Das Geheimnis um Marie Roget" verarbeitet hatte. Auch in Roses Roman spielt Poe neben zahlreichen anderen Figuren mit historischen Vorbildern eine prominente Rolle, berichtet die Rezensentin, die dem Autor bescheinigt, geschickt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verwischen. Berührt haben sie die Passagen, in denen Rose von Poes Leben erzählt, seiner Armut, seiner Opiumsucht, seinem Ringen nach Anerkennung. Hier gelinge dem Autor ein "eindrucksvolles Charakterbild" Poes. Neben lobenden Worten findet Doering aber auch kritische. So kreidet sie Rose an, sich gelegentlich auf Kosten der Spannung zu verzetteln. Überhaupt wirkt das Buch auf sie ein wenig überambitioniert: Kriminalgeschichte, historisches Sittengemälde, psychologisches Schriftstellerporträt und postmodernes Spiel mit der Fiktion - alles auf einmal will es sein. Und die Erklärung für den Tod der Mary Rogers am Ende des Romans ist ihr einfach "zu willkürlich".
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