Aus dem Katalanischen von Petra Zickmann. Als Nonat Ventura in einer kalten katalanischen Nacht seinen Weg in das Haus des Paares findet, welches ihn als Kleinkind im Waisenhaus abgesetzt hat, wird die Nacht in der Stube zur Projektionsfläche eines Films, welcher sein Leben ist: Eine Kindheit als Waise, der Ausbruch mit der Hilfe eines gewitzten Schlossers, eine Jugend voller Schwärmerei und Ambition und letztlich die fulminante Karriere als Meisterdieb in den Straßen Barcelonas. Leichen pflastern den Weg dieses Emporkömmlings, der die Bourgeoisie in Angst und Schrecken versetzt. Die Kamera führt der Protagonist selbst und so tauchen wir ein in die Randbereiche der Gesellschaft: Diebe, Prostituierte, Verlorene, Ambitionierte, Mörder und Kleinkriminelle huschen durchs Bild.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 26.03.2024
Maximilian Mengeringhaus freut sich, dass Victor Catalàs ursprünglich 1926 veröffentlichter Roman, nun auf Deutsch vorliegt, sehr gut übersetzt von Petra Zickmann. Die Rezension zeichnet hauptsächlich die Handlung des Buches nach, die sich um ein Findelkind dreht, das zu einem jungen Mann heranwächst, der der festen Überzeugung ist, von adeliger Abstammung zu sein, später zum Dieb wird, sich mit einem anderen Ganoven zusammentut und kein gutes Ende nimmt. Weniger an einen - siehe Titel - historischen, also stummen Film aus den 1920ern fühlt sich Mengeringhaus erinnert als an eine neue Miniserie, so geschickt, wie das alles erzählt und zum Sittenpanorama verwoben ist.
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