Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2026
ISBN
9783462013672 Gebunden, 320 Seiten, 23,00
EUR
Klappentext
An einem heißen Sommertag strandet ein junger Mann bei der Fährfrau Sara Harmsen und bringt all ihre sorgsam errichteten Mauern ins Wanken. Ein Roman über alte Wunden und den Mut, sich wieder auf das Leben einzulassen. Sara Harmsen betreibt eine kleine Fähre, die das Dorf Erlengrund mit dem Rest der Welt verbindet. Mit sieben Hühnern, drei Schafen und der Hündin Luna lebt sie in einem abgelegenen Haus am Fluss. Eines Tages taucht auf Saras Fähre ein junger Mann mit einer Kopfverletzung auf, Leon. Sara verarztet den jungen Mann und versteckt ihn bei sich. Dafür verlangt sie, dass er ihr bei den Arbeiten rund um ihr Haus hilft. Beim Scheren der Schafe, bei der Reparatur des Hühnerstalls und beim Sensen der Obstwiese kommen sich Sara und Leon zögerlich näher und bringen den Mut auf, sich ihren alten Wunden zu stellen. Und sie teilen ihre Liebe zur Natur und die Sorge um unseren Planeten. Als die beiden sich gegen eine geplante Brücke wenden, die Saras Fähre bedroht, sehen sie sich Anfeindungen und Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. Und dann tritt auch noch der Fluss über die Ufer…
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.07.2026
Andrea Gerk lobt Jochen Mariss' "Tage am Fluss" über eine "ältere, verschlossene Frau und einen in sich gekehrten, idealistischen jungen Mann", der als Klima-Aktivist eine Kopfverletzung mit sich bringt, als atmosphärisch dichte und berührende Sommerlektüre mit sozialer und ökologischer Relevanz. Besonders positiv hebt sie die gelungenen Naturbeschreibungen, die sympathisch knorrigen Figuren sowie die Mischung aus Nachdenklichkeit und Unterhaltung hervor."'Tage am Fluss' ist auch eine unterhaltsam geschriebene Kritik an unserer leistungs- und gewinnorientierten Lebensweise", freut sich die Rezensentin.
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