Herausgegeben von Claudia Kemfert, Julien Gupta und Manuel Kronenberg. Das fossile System bröckelt. Ein Klima ohne Krise ist in Reichweite. Nun müssen wir endlich unsere Abhängigkeit von CO2 verlernen - und zwar in allen Bereichen unseres Lebens. Denn das Treibhausgas steckt nicht nur in Gasheizungen und den Tanks unserer Autos. Es hat sich fest in unseren Vorstellungen von einem guten Leben eingenistet und bestimmt unseren Alltag: was wir morgens anziehen, warum wir arbeiten und wie wir abends essen. Doch die Lösungen für ein Zusammenleben ohne Ausbeutung von Mensch und Planet liegen längst auf dem Tisch. Dazu gehören kürzere Arbeitszeiten, Klagen gegen fossile Konzerne, Empowerment von Frauen und das Zulassen von Klimagefühlen.In diesem Sammelband präsentieren Beitragende aus Wissenschaft und Praxis, Journalismus und Aktivismus vielfältige Lösungen, mit denen wir das fossile System überwinden können. In konstruktiven und fachlich fundierten Essays zeigen sie Wege in eine klimagerechte Zukunft. Katharina van Bronswijk über Psychologie - Katja Diehl über Mobilität - Julien Gupta und Manuel Kronenberg über Medien - Eckart von Hirschhausen über Gesundheit - Sophia Hoffmann über Ernährung - Claudia Kemfert über Wachstum - Nina Lorenzen über Mode - Kristina Lunz und Sheena Anderson über Patriarchat - Stefan Rahmstorf über Wissen - Andreas Schmitz über Energie - Andrea Schöne über Inklusion - Özden Terli über Klimafolgen - Roda Verheyen und Alexandra Endres über Recht - Sara Weber über Arbeit
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 08.08.2024
Dass es eine Klimakrise gibt, ist Fakt, stellt Rezensent Günther Wessel klar, hier geht es darum, wie man wieder aus ihr herauskommt. Nur ganz knapp erläutert einer der Beiträge dieses Sammelbandes - der von Stefan Rahmstorf - die wichtigsten Fakten zur Krise, ansonsten schreiben Fachwissenschaftler darüber, was aus der Sicht ihrer Disziplin geschehen muss, erzählt Wessel. Kritik an Medien, die Klimawandelleugnern Plattformen bieten, komme dabei ebenso zur Sprache wie mögliche Veränderungen in den Bereichen Mode und Ernährung. Besonders wichtig ist die Psychologie, meint Wessel, hier vertreten durch einen Aufsatz von Katharina van Bronswijk, die darlegt, warum Menschen nicht gerne Dinge verändern, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Klar ist allerdings auch, so Wessel nach der Lektüre, dass insgesamt eher die Gesellschaft als das Individuum gefragt ist, wodurch zum Beispiel die Forderung nach einem klimafreundlichen Baurecht ins Spiel kommt. Ein notwendiges Buch, lobt der Rezensent.
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