Aus dem Amerikanischen von Theda Krohm-Linke. Jill Taylor ist 37, als eine Ader in ihrem Gehirn platzt und sie aufgrund dieser schweren Blutung einen Schlaganfall erleidet, der ihre linke, 'rationale' Gehirnhälfte nahezu vollständig lahmlegt. Die amerikanische Hirnforscherin verliert jegliches Gefühl für Zeit und Raum, erlebt ihren Körper nicht mehr fest umgrenzt, sondern als fließend und mit seiner Umwelt verschmelzend. Sie lebt für einige Monate nur noch im Augenblick, kennt keine Vergangenheit oder Zukunft: Jill Taylor beschreibt dieses Erleben als vergleichbar mit dem, was die Buddhisten 'Nirvana' nennen. Sie entdeckt die spirituelle Dimension der rechten, 'emotionalen' Gehirnhälfte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2009
Eingenommen ist Manuela Lenzen von diesem Buch der amerikanischen Hirnforscherin Jill Taylor. Die Autorin schildert darin, wie sie einen Schlaganfall erleidet, wobei sie nicht ohnmächtig wird, sondern beobachten kann, was passiert. Die Beschreibung des Schlaganfalls aus der Innenperspektive, das Kernstück des Buchs, hat Lenzen sehr fasziniert. Sie hebt die detaillierte Schilderung dieser erstaunlichen Erfahrung hervor, die für die Autorin durchaus ambivalent war: schrecklich einerseits, weil verbunden mit dem Verlust des Kontakts zur Welt, des Gleichgewichtssinn, der Fähigkeit, zusammenhängend zu denken, schön andererseits, weil ein Gefühl inneren Friedens und Einsseins mit dem Universum auslösend.
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