Jens Sparschuh

Morgens früh um sechs..

Die Geschichte von der kleinen Hexe und dem dicken Heinz (Ab 3 Jahre)
Cover: Morgens früh um sechs..
Hinstorff Verlag, Rostock 2009
ISBN 9783356013276
Gebunden, 24 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Julia Neuhaus. Die Geschichte von der beflissenen hauswirtschaftenden Dame zählt zu den bekanntesten, zurecht unverwüstlichen Kindertexten Deutschlands, gehört seit Generationen zum literarischen Kanon. Wer jedoch ist der dicke Heinz, der pünktlich um halb eins unübersehbar die Bildfläche betritt, der frisst für zwei bis um drei, der "Schularbeiten macht zwischen fünf und sechs" und dem "beim Hexeneinmaleins hilft die kleine Hex'?" Jens Sparschuh hat einen der schönsten deutschsprachigen Kinderreime fortgeschrieben, den Illustrationen von Julia Neuhaus zieren, mit denen sie den Weg der fleißigen, sich voll auf der Höhe der Zeit befindlichen Hexe durch den Tag begleitet. Collagen, die bis ins kleinste der vielen Details leben, in Bildern, die sich zu bewegen scheinen: wenn etwa die giftgrün gekleidete, doch rundum sympathische weibliche Heldin über die einem Laufrad ähnelnde Erde rennt, sie auf ihrem Besen die Welt umschwebt, oder mit Heinz in die Glotze schaut, einer Konstruktion übrigens, die selbst dem Altmeister fröhlicher Kunstmaschinen, Jean Tinguely, zum Ruhm gereicht hätte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2010

Was nun ein reizendes Kinderbuch ist, war ursprüngliche eine Diplomarbeit. Sehr zu recht aber hat sich, wie der Rezensent Andreas Platthaus findet, der Hinstorff-Verlag der Arbeit angenommen und sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Gedicht, das den Illustrationen der Autorin zugrundeliegt, eine Abzählreim-Variation von Jens Sparschuh, gab es freilich schon vorher. Darin widerspricht eine Hexe in Freundschaft mit einem Heinz, der seine Existenz dem Reim auf halb eins verdankt, manchem Gender-Klischee. Platthaus fühlt sich von Neuhaus' Collage eigener Zeichnungen an "osteuropäische Trickfilme in Legetechnik" erinnert und freut sich über eine Katze und einen Hund, die die Illustratorin dem Text, in dem sie nicht vorkommen, grafisch untergejubelt hat.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.03.2010

Durchaus gefesselt hat sich Andrea Lüthi das Bilderbuch angesehen, für das Jens Sparschuh den bekannten Reim "Morgens früh um sechs" mit frechen Zeilen weiter gedichtet und Julia Neuhaus' skurril-fantastische Illustrationen angefertigt hat. Allerdings kritisiert die Rezensentin in ihrer kurzen Besprechung, dass die Verfremdungen der Figuren und insbesondere das zum Teil recht Maskenhafte der Hexe eine "gewisse Distanz" aufbaut.
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