Jennette McCurdy

Half His Age

Roman
Cover: Half His Age
Blumenbar Verlag, Berlin 2026
ISBN 9783351051464
Gebunden, 331 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Olivia Kuderewski. Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 02.07.2026

Höchst vergnügt liest Rezensentin Berit Dießelkämper den Debütroman des ehemaligen Nickelodeon-Kinderstars Jennette McCurdy, die hier "erfrischend unkonventionell" von der 17-jährigen Waldo erzählt, die pubertäre Gefühlsschwankungen, Probleme mit der liebeskranken Mutter und Abwesenheit des Vaters mit Sex zu kurieren versucht und dabei vor allem bei ihrem verheirateten Lehrer, dieser "verkümmerten" Existenz hängen bleibt. Wie McCurdy davon erzählt, pointenreich und derb, findet die Kritikerin toll.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.03.2026

Rezensentin Mareen Linnartz hält den Erfolg der Bücher von Jennette McCurdy für gerechtfertigt. McCurdys neuer Roman mit seiner Softporno-Cover-Optik entführt Linnartz in die triste Welt unerfüllter Sehnsüchte, der Einsamkeit, des Konsumrausches und des Machtmissbrauchs. Es geht um eine 17-Jährige und ihre Obsession für ihren viel älteren Creative-Writing-Lehrer in Alaska, aber laut Linnartz ist das nicht alles. Die Sexszenen sind explizit, warnt sie, doch wichtiger sind die von feinem Sarkasmus durchzogene Sprache und die pointierten Dialoge. Wütend und unterhaltsam, findet sie.