Aus dem Amerikanischen von Birgitt Kollmann. Mit Illustrationen von Jonathan Klassen. Kann ein Träumer die Welt verändern? Der einsame Junge Ware trifft Jolene, das Mädchen, das niemand haben will. Eine alte Kirchenruine wird ihnen beiden ein Zuhause. Als dieses bedroht wird, muss Ware sich entscheiden: Entweder er bleibt in seiner Traumwelt - oder er wagt es gemeinsam mit Jolene für das einzustehen, woran er im Leben glaubt.Sara Pennypacker schildert, wie zwei Kinder, die sich verloren fühlen, über sich hinauswachsen - und erkennen, dass sie mit ihrem Einsatz die Welt zu einem besseren Ort machen können.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.05.2021
Rezensentin Verena Hoenig zeigt sich gerührt und beeindruckt von Sara Pennypackers Geschichte über zwei sehr unterschiedliche Kinder, die sich auf einem verwilderten Grundstück einen Rückzugsort erschaffen. Jolene ist ein Waisenkind, "abgeklärt, knallhart" und pessimistisch. Ware dagegen ist behütet aufgewachsen, ein träumerischer, schüchterner Junge, der am liebsten allein ist und liest. Doch als der kleine Garten, den er mit Jolene angelegt hat, ungerechterweise versteigert werden soll, überwindet er all seine Schüchternheit, um die gemeinsame kleine Welt zu verteidigen. Pennypacker bedient sich hier eines bekannten und beliebten Motivs: Im Einsatz für etwas oder jemanden, an den sie glauben, wachsen Kinder über sich hinaus. Doch sie bearbeitet dieses Motiv auf eine ungewöhnliche, ehrliche, differenzierte und besonders spannende Weise, findet die begeisterte Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 01.04.2021
Rezensentin Sylvia Schwab empfiehlt Sara Pennypackers Kinderroman über Außenseitertum und innige Freundschaft. Wie zwei außergewöhnliche Kinder am Rande eines Sommercamps gemeinsam innerlich wachsen, erzählt die Autorin laut Schwab mit Gefühl, berührend, aber ohne Kitsch. Zuerst hat die Rezensentin noch Schwierigkeiten, dem verträumten Jungen im Text zu folgen, doch das legt sich, und bald ist er ihr vertraut. Für Schwab das Verdienst der symbolhaften Sprache im Buch und der fantasievollen Übersetzung von Birgitt Kollmann.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…