Jean-Pierre Liegeois

Roma, Sinti, Fahrende

Cover: Roma, Sinti, Fahrende
Parabolis Edition, Berlin 2003
ISBN 9783884022702
Gebunden, 405 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Die etwa acht Millionen in Europa lebenden Roma, Sinti und Fahrenden sehen sich heute wie zu allen Zeiten einer Vielzahl gesellschaftlicher Vorurteile ausgesetzt. Über Jahrhunderte hinweg wurden sie als Bedrohung für die zivilisierte Ordnung angesehen und bis in unsere Gegenwart hat man mit den unterschiedlichsten Maßnahmen versucht, sie physisch oder kulturell zu vernichten. Die vorliegende Arbeit versteht sich als Beitrag zu einer neuen, zeitgemäßen Auseinandersetzung mit dieser ethnischen Minderheit, indem sie den Reichtum ihrer Kultur und die Stärke ihrer Identität aufzeigt und würdigt. Sie versteht sich jedoch vor allem als Herausforderung zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte der jahrhundertelangen grausamen Verfolgung der Sinti, Roma und Fahrenden, die zugleich unsere Geschichte ist.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.10.2003

Das deutsche Wort "Zigeuner" wie das französische "tsiganes" leiten sich vom griechischen Wort für "unberührbar" her, englisch "gypsy" oder spanisch "gitanos" hieß ursprünglich nur "Ägypter". Das zeigt, so der Rezensent (Kürzel U.Sm.), dass die Sinti und Roma vor allem als nicht näher bestimmte Fremde gesehen wurden. Sie stammten aus dem Nordwesten Indiens, ihre Sprache gehört zur Familie des Sanskrit. Diese und viele andere Informationen, zu "Lebensweise, Sozialstruktur, Dialektologie und Literatur der Roma und Sinti" bietet der vorliegende Band.

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