Aus dem Französischen von Joachim Unseld. Jean-Philippe Toussaint führt den Leser in sein literarisches Universum, erzählt von seinen Lektüren, von seinen ersten Schritten als junger Autor, von den berühmtesten der berühmten Autoren der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts und blickt humorvoll-analytisch hinter die Kulissen der Weltliteratur. Die literarischen Begegnungen mit Proust, Kafka und Dostojewski und die Erweckungserlebnisse, die diese Lektüren zur Folge hatten, runden das Bild ab. Und dann natürlich die folgenschwerste Begegnung, die Begegnung mit dem Werk Becketts, dem er dann eines Tages in einem dunklen Flur persönlich gegenübersteht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2013
Ingeborg Waldinger zergeht geradezu bei Lesen dieses Essaybands von Jean-Philippe Toussaint. Der Schriftsteller hält Momente der Erweckung durch Literatur fest, Lektüreerfahrungen mit Beckett, Dostojewski, Flaubert, Proust, aber auch eigene Schaffensmomente in Algerien oder Kyoto. Allesamt interessant für Waldinger, ganz gleich, ob Toussaint die Macht von Literatur oder bloß seine Schreibwerkzeuge thematisiert. Elegant dazu, wie der Autor zwischen Anekdotischem und Atmosphärischem vagabundiert, findet Waldinger, und echt französisch leger.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.11.2012
Wer den Autor noch nicht kennt, dem rät Joseph Hanimann zur Lektüre von Jean-Philippe Toussaints Essays unter anderem über seine Liebe zur Schreibwarenwelt. Genau, nicht die Literatur, sondern das Papier, der Stift etc. haben es dem Autor anfangs angetan. Aber das ist nur ein Aspekt seines Schreibens, beruhigt uns Hanimann, der die elf Aufsätze als kleine Poetologie Toussaints liest. Der Autor schreibt anekdotisch über die Kraftanstrengung des Schreibens, über Konzentrationsübungen, große Vorbilder (Kafka, Beckett, Dostojewski) und gibt Details preis aus seiner Roman-Werkstatt. Eine Gelegenheit, einem großen Gegenwartsautor ein bisschen ins Notizbüchlein zu schauen, freut sich Hanimann.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…