Neu übersetzt von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié. Jane Austens großer Klassiker als aufwendig illustrierter Halbleinenband im geprägten Schmuckschuber, von der renommierten Kölner Poträtkünstlerin Simone Bingemer mit Pastellkreide wunderbar farbig sowie in Sepiatönen illustriert. Wie "Stolz und Vorurteil" ist "Emma" aus der englischen Literatur nicht mehr wegzudenken, ein Klassiker des Gefühls und des Humors. Im Mittelpunkt steht die bezaubernd Emma -- reich und ansehnlich. Obwohl sie selbst niemals heiraten will, hat sie die fatale Idee, eine besonders gute Ehestifterin zu sein. Aber alle ihre Bemühungen führen nur zu Verwicklungen und fehlgeleiteten Flirts. Erst am Ende entdeckt sie anstelle des Kalküls ihr Herz, und es kommt gleich zu drei Hochzeiten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.01.2020
Rezensent Jan Wilm taucht gerne ein in die elegante Welt von Jane Austens "Emma" angesichts der Tölpeleien, für die Großbritannien augenblicklich steht. Die Neuübersetzung von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié erscheint ihm dafür als "vorzügliche" Gelegenheit. Die "reizende Liebeskomödie" hält Wilm für Austens schönsten Roman, perfekt, leicht, psychologisch und dialogisch überzeugend. Dass der Text durchaus politisch ist, behauptet der Rezensent mit Hinweis auf die komplexe Frauenfigur, Austens Faible für Randgestalten und das Unterlaufen von Hierarchien. Wer da immer noch das Triviale moniert, dem ruft Wilm in Erinnerung, dass Austen die Romantic Comedy quasi erfunden hat.
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