Jan Kjaerstad

Berge

Roman
Cover: Berge
Septime Verlag, Wien 2019
ISBN 9783902711847
Gebunden, 504 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

An einem Augusttag 2008 werden der Abgeordnete der Arbeiterpartei, Arve Storefjeld, und vier weitere Mitglieder seiner Familie tot in einer Hütte am Blankvann-See aufgefunden. Allen fünf Opfern wurden die Kehlen durchgeschnitten. Ganz Norwegen steht still. Alle glauben, Terroristen würden hinter der Gräueltat stecken. Auch die übrige Welt blickt in der Zeit danach auf das Land im Norden. Das, wovon niemand geglaubt hätte, dass es im idyllischen Norwegen geschehen könnte - jetzt ist es geschehen. Erzählt wird die Geschichte aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Journalistin Ine Wang hat sich lange Zeit wie auf dem Abstellgleis gefühlt, doch die Morde an der Familie Storefjeld ändern alles. Amtsrichter Peter Malm zieht ein anonymes Leben vor, mit Spaziergängen durch die Stadt und ruhigen Stunden in der Bar des Grand Hotel. Aufgrund dieser schrecklichen Untat sieht er sich gezwungen, ins Licht der Öffentlichkeit zu treten. Zuletzt kommt Nicolai Berge zu Wort. Er war lange in einer Beziehung mit Gry, der Tochter Arve Storefjelds. Es kam zur Trennung. Jetzt ist sie tot, und Berge wird von Ine Wang um ein Interview gebeten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019

Für Rezensent Thomas Thiel ist Jan Kjaerstads Roman über ein den Rezensenten an den Fall Breivik erinnendes politisches Attentat und die Indolenz eines ganzen Landes eher ein politischer Essay. Thiel vermisst nicht nur einen sich aus dem Figurenensemble und unterschiedlichen Perspektiven ergebenden Handlungsvortrieb, sondern auch einen durchgängig einnehmenden Ton. Was zunächst rauschhaft, atemlos und ohne Punkt beginnt und auch mitreißt, meint er, wirkt auf Dauer auf den Leser ermüdend.
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