Der Belgier Jan De Cock reiste um die Welt, von Gefängnis zu Gefängnis, auf der Suche nach dem Leben hinter Gittern. Ein völlig anderer Blick auf die knallharte und zugleich rührende Welt des Lebens im Gefängnis.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.01.2006
Jan de Cocks Buch "Hotel hinter Gittern" ist für Dietmar Jochum eine beeindruckende Dokumentation über Gefängnisse in der ganzen Welt, und er findet die "Erlebnisse" des Autors in den verschiedenen Haftanstalten "schier unglaublich". Der Autor habe sich mit Unterstützung von "Botschaften, Konsulaten und Hilfsorganisationen" in Gefängnissen auf fünf Kontinenten inhaftieren lassen und berichte von den jeweiligen Zuständen und Haftbedingungen, erklärt der Rezensent. Jochum erzählt schaudernd von der Wasserknappheit in einem kambodschanischen Gefängnis oder den überfüllten Gefängnisse in Indien, dem er die Nähanstalt im australischen Gefängnis oder die "geheimnisvolle Welt" japanischer Haftanstalten gegenüberstellt. Von viel "Elend" und Brutalität weiß der Autor zu berichten, aber gleichzeitig zeugt sein Buch auch von der "Vielfalt von Gefängnissystemen", stellt der Rezensent fasziniert fest. Wichtig ist dem Autor dabei, dass sein Interesse für die Haftbedingungen keineswegs die "Schuldfrage" der Inhaftierten verharmlosen will, doch meint De Cock, dass sich ein Land an seinen Gefängnissen messen lassen muss, so Jochum zustimmend.
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