Aus dem Amerikanischen von Doris Gerstner und Christoph Hein. Superman und Spiderman, der Unglaubliche Hulk - jeder kennt die Comic-Superhelden und ihre übermenschlichen Fähigkeiten, die sämtlichen Naturgesetzen zu spotten scheinen. Aber tun sie es wirklich? James Kakalios, Professor für Physik an der Universität von Minnesota, ist da anderer Ansicht. Was für ihn als Spielerei begann, um seinen Unterricht spannender zu gestalten, ist in diesem Buch als umfassende Erklärung des Superhelden-Universums aus wissenschaftlicher Sicht angelegt. Ob Newtons Bewegungsgesetze, Maxwells Thermodynamik oder Einsteins Relativitätstheorie: Kakalios erläutert sämtliche einschlägigen Grundprinzipien der physikalischen Wissenschaft anhand von Erscheinungen und Figuren aus der Welt der Superhelden-Comics. Grundlage dafür ist Kakalios' Kenntnis der Comicliteratur und seine unverhohlene Freude an den Abenteuern der Superhelden. Unzählige Beispiele aus 60 Jahren Comicgeschichte zeigen, dass vieles, was darin auf den ersten Blick dem Laien wie fantastische Fiktion erscheint, tatsächlich mit der physikalischen Welt, wie die Forschung sie kennt, in Einklang zu bringen ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006
Als ebenso vergnügliche wie lehrreiche Lektüre lobt Rezensent Christoph Haas dieses Buch über die "Physik der Superhelden", das der amerikanische Physik-Professor James Kakalios verfasst hat. Auch wenn er mit Physik nicht viel am Hut hat, hat ihm diese Lehrstunde in Physik wirklich Spaß gemacht. Schließlich gelingt es dem Autor, die Grundregelen von Mechanik, Energie und Atomphysik anhand von Beispielen aus Superhelden-Comics wie Spiderman, Superman oder Flash Gordon anschaulich zu vermitteln. Erstaunlich scheint Haas dabei, dass eine ganze Reihe von sagenhafte Taten von Comic-Helden unter bestimmten Vorraussetzungen physikalisch durchaus plausibel sind. Dass man dem Buch gelegentlich die Herkunft aus einer Vorlesung anmerkt, mindert für den Rezensenten nicht seinen Verdienst als "didaktisches Meisterwerk".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.08.2006
Durchaus angetan ist Andreas Platthaus von James Kakalios' Lackmustests der physikalischen Unmöglichkeiten, die Heroen wie Superman und Spiderman in jedem Band vollbringen. Zuerst war er ja skeptisch, als Nicht-Experte den Ausführungen überhaupt folgen zu können, und tatsächlich sei die Lektüre lohnender, wenn man sich schon ein bisschen auskenne. Dass er zur Begründung seiner Thesen manchmal das Bild und manchmal das Wort gelten lässt, findet Platthaus schade, was aber schon fast vergessen ist, wenn kritische Stellen wie die vom Tod der Spider-Man-Freundin Gwen skrupulös untersucht werden. Der Absturz Gwens sei unmöglich, was Kakalios mit Newtons zweitem Bewegungsgesetz und dem Prinzip des Kraftstoßes beweisen kann. Dem Physikprofessor sei es gelungen, seinen Lesern so immerhin die Grundlagen der Mechanik zu vermitteln. Mit Bedauern muss der Rezensent aber feststellen, dass Kakalios' in der Vorlesung geschulter Humor nicht ohne Reibungsverluste in ein Buch gepackt werden kann. Als Comicleser fühlt er sich auch "enttäuscht", weil Kakalios doch einige lieb gewonnene Tricks der Helden demontiert hat. insgesamt aber scheint sich der Rezensent durchaus amüsiert und sogar noch etwas gelernt zu haben.
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