Jim Dodge

Fup

Roman
Cover: Fup
Rogner und Bernhard Verlag bei Zweitausendeins, Hamburg 2002
ISBN 9783807701745
Gebunden, 134 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Harry Rowohlt. Mit 60 farbigen Zeichnungen vom Zeichner ATAK. Exemplare der Erstausgabe sind von ATAK handsigniert. Fup ist eine massive, 20 Pfund schwere Ente, die mit zwei Männern zusammenlebt: Granddaddy Jake, 99 Jahre alt und von seiner Unsterblichkeit überzeugt, ein unverbesserlicher Spieler, verschrobener Taugenichts und heftiger Gegner von Arbeitsmoral, und Tiny, sein Enkel, ein kräftiger junger Mann, der ebenso sanftmütig ist wie Jake kriegslustig...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.09.2002

Etwas säuerlich kommentiert Martin Z. Schröder dieses Bändchen als "kunstgewerblich", wobei er uns durchaus nicht im Unklaren lässt darüber, dass sich das eigentlich nicht gehört: Denn das Buch ist seit der Erstausgabe von 1983 in Kalifornien ein großer Erfolg und außerdem liegt es hier vor in der Übersetzung vom "Sprachherrgott" Harry Rowohlt, den zu kritisieren eine Ketzerei sei... Dennoch, Martin Z. Schröder tut es, fügt seinen Beispielen schnell ein "genug philologisch gepickt" hinzu - und geht dann zur Kritik an den Illustrationen des Comiczeichners Atak über. Die mag er nicht, weil sie dem Leser "keine zusätzliche Bedeutungsschicht" bieten. Sein Fazit: ein "leichter Text" "seicht ausgemalt", Garant für einen Verkaufserfolg.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.03.2002

Dass es ganze zwanzig Jahre dauern musste, bis Jim Dodges "Erwachsenenmärchen" ins Deutsche übersetzt wurde, kann Rezensent Frank Schäfer nur als wunderliche Eigenheit der Verlagsbranche verbuchen. Wenigstens liege diese "ruhige, anrührende und zutiefst humanitäre" Geschichte um drei mehr als sonderliche Hauptfiguren, jetzt in einer "überaus charmanten" Übersetzung vor. Kurz geht Frank Schäfer auf den Inhalt ein, ohne ihn weiter zu analysieren und zitiert lieber einen der Charaktere, Granddaddy Jake, der erklärt, dass es im Leben Dinge gäbe, die man nicht erklären könne, sondern nehmen müsse habe, wie sie sind. Ja, denkt sich der Rezensent, das trifft es ganz gut und macht wahrscheinlich auch die "Poesie des Buches" aus.

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