Klappentext
Seltene Erden sind Rohstoffe von strategischer Bedeutung für die Wirtschaft des Westens. Auch in zahlreichen militärischen Technologien sind sie unentbehrlich. Weltweit größter Produzent von Seltenen Erden ist die Volksrepublik China, was ein erhebliches Risiko für die Versorgungssicherheit des Westens darstellt. Viel zu lange blieb dieses Problem unter dem Radar der politischen Entscheidungsträger. Brüssel und Berlin streben zwar nach zunehmender Autonomie, doch verschläft Europa die dafür nötigen Schritte. Das Buch zeigt Seltene Erden als zentrales Instrument internationaler Machtpolitik und diskutiert wie Deutschland und Europa wieder wettbewerbsfähig werden können.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.07.2026
Rezensentin Judith Raupp erfährt vom Politologen Jakob Kullik, wie abhängig Deutschland und die EU in Sachen Seltene Erden sind und dass China quasi über ein Monopol verfügt. Rohstoffsicherheit rules, meint der Autor laut Raupp und erklärt auf populärwissenschaftliche Art, wie sich die Marktanteile verteilen und warum Deutschland in vielfacher Hinsicht hinterherhinkt. Kulliks Forderungen nach mehr Kooperationen und Investitionen und nach weniger Regularien, findet Raupp in Teilen streitbar und an klaren Handlungsanweisen nicht gerade überreich. Als fundierter Einblick in die Geschichte der Seltenen Erden und ihren Markt taugt der Band aber vorzüglich, versichert Raupp.
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