Jakob Augstein

Tage des Gärtners

Vom Glück, im Freien zu sein
Cover: Tage des Gärtners
Carl Hanser Verlag, München 2011
ISBN 9783446238756
Gebunden, 265 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Wo finde ich die schönsten Tulpen? Darf ich in meinen Garten eine Statue stellen? Und neigen Gärtner zu Gewaltverbrechen? Jakob Augstein hat ein ungewöhnliches, sehr subjektives Buch über die Gartenarbeit verfasst. Man findet darin nicht nur hilfreiche Informationen zum Büschepflanzen, Zwiebelnsetzen und Blumengießen, sondern auch amüsante Abschweifungen zu allerlei Fragen, die einem beim Unkrautjäten durch den Kopf gehen. Nils Hoff hat die Texte mit liebevollen Illustrationen versehen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.03.2012

Elke von Radziewsky weiß nicht so recht, was sie mit Jakob Augsteins "Die Tage des Gärtners" anfangen soll. Er fängt bei einem entlaufenen Kaninchen an und arbeite sich dann von Jesus zur Grünen Woche, Wodka, Würstchen und der Dicke der Erdkruste vor, ächzt sie. Der Garten werde erst eine Metapher für die ganze Welt und dann ginge es plötzlich doch wieder um Rittersporn und den Hang der DDR zum Anbau von Nutzpflanzen. Mit den Illustrationen von Nils Hoff, dem wissenschaftlichen Zeichner vom Berliner Naturkundemuseum, sei jedenfalls sein "Bramarbasieren" sehr liebevoll gestaltet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2012

Es war dem Rezensenten ein inneres Blütenmeer, dieses Buch zu lesen. Denn Jakob Augsteins Gartenbuch ist keins der üblichen Plädoyers für Möhren- und Radieschenzucht zwecks Selbstversorgung. Dem Autor, versichert Nils Minkmar, geht es um den Garten als Ort des (vorzugsweise männlichen) Engagements. Der Garten wird zum Ausgangspunkt für philosophische, literarische und politische Reflexion. Wie wir heute leben, was wir hoffen und was uns scheitern lässt - dergleichen Fragen wälzt Augstein beim Graben und Pflanzen, beim Gießen und Schneiden, und Minkmar staunt, was da alles wächst. Dass der Garten nichts Natürliches hat, sondern ganz Menschwerk ist, diese Erkenntnis vermittelt der Autor Minkmar eindringlich und knüpft daran eine Art Arbeitsethos, das dem Rezensenten gut gefällt, Gartenteich und Jägerzaun eingeschlossen. Und komisch ist das Ganze auch, meint Minkmar.
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