Wenn man neu hergezogen ist, hat man es nicht leicht. Man ist erst mal ein Außenseiter. Wie gerne würde das Mädchen zu Weihnachten im Krippenspiel die Maria spielen, aber die spielt schon Brigitte mit den langen Haaren. Eine dunkelhäutige Maria mit kurzen Haaren, das geht nun wirklich nicht. Doch dann fällt Brigitte aus, und das Mädchen muss spontan einspringen, den Text kann sie in- und auswendig, und am Ende gibt es tosenden Applaus.
Großen Eindruck hat dieses Weihnachtsbuch auf Rezensentin Sybil Gräfin Schönfeld gemacht. Nicht nur, weil es ganz ohne Kitsch und Glitter auskommt, sondern weil auch die Geschichte, die es erzählt, etwas Besonderes hat und darüber hinaus noch vom Geist Charles Dickens' durchweht ist. Es geht um ein Mädchen, lesen wir, das in der Schule Außenseiter ist und auch die Maria beim Krippenspiel nicht spielen darf. Sondern nur ein Schaf, das schwarz ist, wie das Kind selbst. Und dann kann es plötzlich doch die Maria spielen. Jutta Richters Sprache ist klar und schlicht, lobt die Rezensentin. Die Illustrationen sind ihrer Ansicht nach allerdings misslungen.
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