Jack Morrison

Ravensbrück

Das Leben in einem Konzentrationslager für Frauen 1939-1945
Pendo Verlag, Zürich 2002
ISBN 9783858424860
Gebunden, 367 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Das Stammlager Ravensbrück war das einzige KZ ausschließlich für Frauen. Morrison zeichnet ein umfassendes Bild vom täglichen Leben in diesem Frauenlager. Er analysiert die verschiedenen Häftlingsgruppen und deren soziale Dynamik, die Lebensbedingungen zwischen Zwangsarbeit und drohender Deportation. Der Autor beschreibt alle Aspekte des Lebens im Schatten des drohenden Todes: Hunger, Schmutz, Krankheiten, Strafen, aber auch die Beziehungen der Gefangenen untereinander und die verschiedenen kulturellen Aktivitäten, die die Frauen aller Pein zum Trotz entfalteten, und schließlich die Befreiung durch die Rote Armee. Eine sehr lesbare Darstellung mit eindrucksvollen Zeichnungen von Häftlingen, die zahlreiche Berichte Überlebender einbezieht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 06.01.2003

Yvonne Holl bespricht zwei Bücher über das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Der Hauptteil ihrer Rezension beschäftigt sich mit dem Buch des amerikanischen Autors Morrison, der es unternommen hat, eine systematische Untersuchung des Konzentrationslagers zu bieten. Die Rezensentin preist die Studie als "hochinteressant", wobei sie besonders von dem unter den Frauen organisierten "Kultur- und Bildungsprogramm", das Morrison beschreibt, beeindruckt und überrascht ist. Das Buch sei "so lesbar wie ein Roman", lobt sie, und sie bekennt, einen genauen Eindruck vom "Räderwerk des Lagers" und der Organisation der gefangenen Frauen untereinander bekommen zu haben. Das am Ende durchaus noch Fragen, wie zum Beispiel nach Unterschieden zwischen Frauen- und Männerlagern, offen bleiben, rechnet Holl dabei diesem Buch nicht als Schwäche an, sieht hier aber noch ein Betätigungsfeld für künftige Studien.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 06.01.2003

Yvonne Holl bespricht zwei Bücher über das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Der Hauptteil ihrer Rezension beschäftigt sich mit dem Buch des amerikanischen Autors Morrison, der es unternommen hat, eine systematische Untersuchung des Konzentrationslagers zu bieten. Die Rezensentin preist die Studie als "hochinteressant", wobei sie besonders von dem unter den Frauen organisierten "Kultur- und Bildungsprogramm", das Morrison beschreibt, beeindruckt und überrascht ist. Das Buch sei "so lesbar wie ein Roman", lobt sie, und sie bekennt, einen genauen Eindruck vom "Räderwerk des Lagers" und der Organisation der gefangenen Frauen untereinander bekommen zu haben. Das am Ende durchaus noch Fragen, wie zum Beispiel nach Unterschieden zwischen Frauen- und Männerlagern, offen bleiben, rechnet Holl dabei diesem Buch nicht als Schwäche an, sieht hier aber noch ein Betätigungsfeld für künftige Studien.
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