Jaap Scholten

Morgenstern

Roman in drei Teilen
Cover: Morgenstern
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2002
ISBN 9783608931808
Gebunden, 218 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm. Am 11. Juni 1977 werden in Groningen zwei Jungen geboren. Am gleichen Morgen und keine zwanzig Kilometer entfernt findet eine Geiselnahme, die ganz Holland drei Wochen lang in Atem gehalten hat, ein brutales Ende. Viele Jahre später kommt heraus, dass die Kinder versehentlich vertauscht wurden...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.07.2002

Eigentlich hätte der Stoff zu einem guten Roman führen können, denn die Geschichte klingt für Martin Z. Schröder zunächst einmal "interessant". Indem der niederländische Autor von einer Zugentführung und von der Vertauschung zweier Säuglinge nach ihrer Geburt parallel erzählt, hätten sich sowohl Aspekte des Grauens wie Humoristisches entfalten können, meint der Rezensent. Um so mehr bedauert er es, dass der Roman keine Spannung aufkommen lässt und die Geschichte "blass" bleibt. Schröder moniert, dass durch die vielen Zeitsprünge ein retardierendes Moment in die Geschichte kommt, wodurch sich die "vorgebliche Dramatik" nicht recht entwickeln kann. Auch sprachlich kann ihn das Buch nicht überzeugen, und er kritisiert Scholtens Stil als "uninteressant" und "kunstlos". Dass man zudem nichts über die politischen Hintergründe der Zugentführung erfährt, die auf einer wahren Begebenheit beruht und die psychologische Ebene allzu "schlicht" bleibt, trägt dem Autor in den Augen Schröders weitere Minuspunkte ein.
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