Willa Cather

Die Frau, die sich verlor

Roman
Cover: Die Frau, die sich verlor
Albrecht Knaus Verlag, München 2009
ISBN 9783813503357
Gebunden, 158 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Marian Forrester ist jung, attraktiv und voller Lebenslust, der strahlende Mittelpunkt des Forrester-Hauses in Sweet Water. Mit ihrem 25 Jahre älteren Mann verbringt sie dort die Sommermonate. Niel, der Nachbarjunge, hat schon früh sein Herz an Marian verloren. Für ihn ist sie das Sinnbild jenes Westens, in dem die Träume der Siedler Wirklichkeit geworden sind. Als Niel einige Jahre später als Erwachsener nach Sweet Water zurückkehrt, hat sich Marians Leben von Grund auf geändert. Ihr Mann ist alt und krank, das Vermögen fast aufgebraucht. Verzweifelt versucht Marian den Schein zu wahren. Aus Einsamkeit flüchtet sie in die Arme junger Männer. Niel verliert jeden Respekt vor ihr, der Zauber ist verflogen. Erst am Ende ihres Lebens begreift er das Geheimnis dieser Frau.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2009

Obwohl Willa Cather 1873 geboren wurde, hält Verena Lueken das Buch für so modern, wie Literatur nur sein kann. Um so trauriger erscheint Lueken, dass diese Autorin, eine Pulitzer-Preisträgerin immerhin, bei uns so wenig bekannt ist. Dass könnte sich ändern, hofft die Rezensentin. Sie empfiehlt den in einer "mit sinnlicher Delikatesse übersetzten" Neuausgabe vorliegenden Roman wegen seiner zauberhaften Naturbeschreibungen, die auf innere Zustände verweisen, wie Lueken erklärt, und aufgrund von Zustandsbeschreibungen, durch die dem Leser das Fortbestehen des Vergangenen nachvollziehbar wird. Die hier erzählte Geschichte einer Frau, die in der Prärie ihr Glück sucht und es weder durch die Liebe noch durch das Geld zu finden vermag, bedeutet der Rezensentin die schöne Einsicht, "dass das Leben in der Schwebe stattfindet".

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