Iva Pekarkova

Taxi Blues

Roman
Malik Verlag, Kiel 2000
ISBN 9783890291406
Gebunden, 318 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

Aus dem Tschechischen von Marcela Euler. Jindra schlägt sich als Taxifahrerin durchs bunte Leben der Immigranten im Big Apple. Romantische und erotische Sehnsüchte, aber auch die Aussicht auf die begehrte Greencard bringen sie dazu, nach nur 14tägiger Bekanntschaft den westafrikaner Talibe zu heiraten. Das Zusammenleben mit dem tollkühnen Mann und seinen Stammesgeistern, die sich zwischen den Bettlaken verstecken, erweist sich für die selbstbewusste Tschechin jedoch als ganz und gar nicht einfach.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.08.2000

Geteilter Meinung zeigt sich Karl-Markus Gauss über diesen Roman. Er scheint ihm unübersehbar als "kalkuliert", was seinen möglichen Erfolg betrifft. So diagnostiziert er hier die typischen Ingredienzien von Taxifahrer-Romanen amerikanischer Manier: den "schnellen Wechsel von Liebesakt und Todesfahrt", die üblichen Verrückten in New York, die Einwanderer und Rassisten, Vernissagen usw.. Anders als der Titel suggeriert, wirke der Roman "vornehmlich gut gelaunt". Jedoch sind seiner Ansicht nach die Passagen besser gelungen, in denen es nicht ganz so lustig zugeht. Als Beispiel dafür nennt Gauss das Scheitern einer Ehe zwischen der Protagonistin und dem afrikanischen Einwanderer Talibe. In der Ermordung Talibes und der Rache seiner Frau an dem Mörder sieht Gauss allerdings die Überzeugung der Autorin durchschimmern, dass "nach dem Sex auch der Crime nicht fehlen darf".
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