Aus dem Spanischen von Maria Meinel und Luis Ruby. Das Buch ist eine der schönsten Erfindungen der Menschheit. Bücher lassen Worte durch Zeit und Raum reisen und sorgen dafür, dass Ideen und Geschichten Generationen überdauern. Irene Vallejo nimmt uns mit auf eine Reise durch die Geschichte des Buches, von den Anfängen der Bibliothek von Alexandria bis zum Untergang des Römischen Reiches. Dabei treffen wir auf rebellische Nonnen, gewiefte Buchhändler, unermüdliche Geschichtenerzählerinnen und andere Menschen, die sich der Welt der Bücher verschrieben haben.
Rezensent Marc Reichwein kann sich keine bessere Botschafterin für das Medium Buch vorstellen als Irene Vallejo. Wie die Autorin über die Entstehung und Entwicklung des Buches vom gerollten Papyrus in Ägypten über das Pergament der Griechen bis zum E-Book schreibt, findet Reichwein zwar mitunter allzu detailverliebt, anekdotisch, weniger analytisch. Packend bzw. launig erzählen aber kann Vallejo allemal, versichert der Rezensent. Etwa wenn sie vom nahezu erotischen Erlebnis mit einem Petrarca-Original berichtet, vom Lesen in der exklusiven Bodleian Library oder vom der Herstellung der Papyrus-Schriftrollen. Lesern des Buches rät Reichwein zur Häppchen-Lektüre, um nicht von der Themenfülle und der schieren Menge an Quellenhinweisen (80 Seiten!) überwältigt zu werden
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