Mit der auf neun Bände projektierten Reihe wird ein umfassendes Werk über die Buchkultur vorgelegt. Das Buch wird als 'Gesamtkunstwerk' vorgestellt, das in seiner ursprünglichen, unwiederholbaren Zusammensetzung nur unter ganz bestimmten Gegebenheiten geschaffen werden konnte. Darin liegt der unschätzbare Wert von Büchern als kulturelle Zeugen. Jeder der neun Bände ist einer abgeschlossenen Epoche gewidmet. So wird die strahlende Vergangenheit der über 3.000-jährigen Buchgeschichte umfassend und informativ in einer Reihe präsentiert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.06.2004
In höchsten Tönen lobt Hans-Albrecht Koch die beiden neu erschienenen Halbbände in der auf insgesamt neun Bände angelegten Reihe zur Geschichte der Buchkultur, die der langjährige Direktor der Handschriftensammlung in der Wiener Nationalbibliothek Otto Mazal betreut. Der dritte Band nun widmet sich dem frühen Mittelalter, das durch die Begegnung der großen Kultur- und Glaubenswelten Byzanz, Abendland, Judentum und der arabisch-islamischen Welt geprägt war. Ein Prozess des Gebens und Nehmens, wie der Byzantinist Mazal meint. Dem Verfasser sei es gelungen, betont Koch, den Text von Anmerkungen und gelehrtem Apparat freizuhalten, es gebe dafür ein umfangreiches Literaturverzeichnis am Schluss, aus dem sich bedienen könne, wer wolle. Mazal vermittle ganz souverän historisches Grundlagenwissen zur frühmittelalterlichen Buchkultur, wozu vor allem die Klöster mit ihren Schreibschulen und Bibliotheken zählen, behandle eingehend die materiellen Grundlagen der Schriftkultur wie etwa die Pergamenter, widme sich dann einer Formgeschichte der Schrift und der Buchmalerei, die nicht nur für Kunsthistoriker eine unerschöpfliche kulturhistorische Quelle sei. Zwei Prädikate treffen Kochs Einschätzung: souverän und reich.
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