Wohin führt das Gespräch? Sprache jedenfalls birgt Lebensgefahr in sich. Ein fadenscheiniger Text, gar ein inbrünstiges Buch - oder ein konventionelles Handbuch für manche Momente des Erwartens? Der Autor, der das Gefühl hat, selbst in der Klemme zu sitzen, sucht einen Ausweg aus jener Lebensgefahr. Gibt es überhaupt so etwas wie Ausweg - im Leben als auch in der Sprache? Und außerdem - welche Gefahr? Ein kleiner Nicht-Bericht, ein Nicht-Hinzeigen. Dorthin führt das Gespräch. In prähistorischer Flucht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.06.2002
Unermüdlichkeit kennzeichnet das schriftstellerische Werk des 1949 geborenen Österreichers Ingram Hartinger, staunt Karl-Markus Gauß. Jedes der Bücher dieses Autors ist voll von "ruheloser Intelligenz", Anarchie, "assoziativer Kraft" und "haltloser Graphomanie", schwärmt der Rezensent. "Hoffnungshund" unterscheidet sich darin in nichts von seinen Vorläufern, lobt Gauß. "Disparate Elemente", "sinnlich erfasste Details" und "klirrend abstrakte Thesen" werden hier, so der Rezensent, zu einem Ganzen zusammengebracht. Bereits der Klappentext sei von einer "enigmatischen Schönheit", die ihresgleichen suche. Hartinger ist oft zu Unrecht der "Meta-Literatur" bezichtigt worden, ärgert sich der Rezensent. Auch wenn dessen Werke vordergründig den Anschein machten, der Autor wolle nur sich selbst genügen: So harmlos geht der Literat nicht durchs Leben, ist Gauß überzeugt.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…