Zu den großen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg gehören die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen durch sowjetische Soldaten 1944/45. Das ungeheure Ausmaß dieser Verbrechen und der durch sie verursachten menschlichen Leiden hat jahrzehntelang keine angemessene öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Das vorliegende Buch befaßt sich unter anderem mit der Frage, wie und warum es zu diesen Exzessen gekommen ist. Erlebnisberichte von Opfern und Tätern sind eine wesentliche Grundlage dieser Darstellung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.03.2010
Einen "unangenehmen Beigeschmack" hinterließ diese Veröffentlichung des früheren FDP-Politikers Ingo von Münch beim Rezensenten Christoph Kleßmann, der sich bei seiner fundamentalen Kritik sichtlich um Sachlichkeit bemüht. Kleßmanns Darstellung zufolge hat sich Münch mit seinem Thema, der massenhaften Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs, eindeutig überhoben. Zum einen sind dem Rezensenten die hier präsentierten Dokumente allesamt seit langem und durch zahlreiche Publikationen bekannt, Münch zitiert sie ausgiebig, ohne ihnen neue Erkenntnisse hinzufügen zu können. Zum anderen fehlt Kleßmann jegliche Kontextualisierung, und wenn der Autor schreibe, der Krieg gegen die Sowjetunion "entartete später teilweise zu verbrecherischen Aktionen", fragt der Rezensent doch recht streng, ob Münch wirklich die Tragweite dessen zur Kenntnis genommen hat, was sich in Osteuropa abgespielt hat. Dass Münch dieses Buch in einem Verlag von "zweifelhaftem Renommee" veröffentlicht hat, vergällt dem Rezensenten schließlich gänzlich die Lektüre.
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