Ingeborg Horn

Logbücher einer Meerjungfrau

Von den elementaren Grundlagen der Menschwerdung
Cover: Logbücher einer Meerjungfrau
Droschl Verlag, Graz 2002
ISBN 9783854205906
Gebunden, 327 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Das fremde, aus Liebe in der Menschenwelt lebende Wesen ist bei Ingeborg Horn die Protagonistin eines scheinbar fragmentarischen Textes, eines weitverzweigten Romans, eines Epos, lesbar gemacht nicht durch einen Handlungsfaden, sondern durch staunendes Aufmerksamsein. Eine Aufmerksamkeit, die auch Undine unter Beweis stellt, wenn sie, eingebettet ins Kommen und Gehen der Tage und Nächte, der Jahre und Jahrzehnte, die Landschaft, in der sie lebt, zu Wort kommen lässt, sie von der üblichen Funktion des Hintergrunds befreit und zur Sprecherin macht.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.02.2003

Der mit "B. v. M." zeichnende Rezensent hält Aphorismen für eine "verfängliche Gattung" und er sieht diesen Debütband mit Aphorismen dann auch den verschiedenen Spielarten des Banalen - von "einfach banal" über "hochgestochen banal" bis zu "lustig banal" - zum Opfer fallen. In seiner harschen Kurzkritik beklagt er sich darüber, dass die Autorin sich der bereits "reichlich strapazierte" Undine-Figur bedient. Zudem unternehme Horn den vergeblichen Versuch, mit "glanzvollen Motti" berühmter Schriftsteller den eigenen Aphorismen mehr Gewicht zu verleihen, so der Rezensent. abschätzig. Insgesamt bieten ihm die Beobachtungen und Gedanken Horns "zu wenig konkrete und sinnenhaft einleuchtende Ergebnisse", an diesem Eindruck kann auch seine etwas herablassende Würdigung einiger "ganz hübschen Dinge" nichts ändern.
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