Ingeborg Allihn (Hg.)

Barockmusikführer

Instrumentalmusik 1570-1770. 126 Komponisten und ihre Instrumentalkompositionen
Cover: Barockmusikführer
J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2001
ISBN 9783476009791
Gebunden, 551 Seiten, 44,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Ingeborg Allihn. Der vorliegende Band erschließt dieses in großen Teilen bisher nur Spezialisten bekannte Material. Vorgestellt wird das instrumentale Schaffen von 125 Komponisten aus ganz Europa, deren Lebens- und Schaffenszeit in die Jahre von ca. 1570 bis ca. 1770 fällt. Neben bekannten Namen wird auch das Schaffen weniger vertrauter oder kaum bekannter Komponisten dokumentiert. Jeder Artikel enthält eine Kurzbiographie und das komplette Verzeichnis der instrumentalen Werke des jeweiligen Komponisten einschließlich der ungedruckten, nur im Manuskript überlieferten Stücke. Im Zentrum der Darstellung stehen die Werke selbst, deren Eigenart und Bedeutung für die Entwicklung der Instrumentalmusik. Eine kleine Instrumentenkunde sowie eine Auswahlbibliographie runden den Band ab.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2002

Als hervorragend preist Ellen Kohlhaas in ihrer Besprechung den von Ingeborg Allihn herausgegebenen neuen "Barockmusikführer", der den behandelten Zeitraum "mit guten Gründen", wie Kohlhaas bemerkt, sehr großzügig ansetzt: von etwa 1550, als sich die Instrumentalmusik von der Vokalmusik zu lösen begann, bis 1770, dem Zeitpunkt, zu dem sich die Klassik endgültig etablieren konnte. Zunächst einmal, hält die Rezensentin fest, ist dieser Barockmusikführer keine Epochengeschichte, sondern ein Lexikon in 125 Einzelportraits, die einem bestimmten Ordnungsschema folgen: Lebensgeschichte, Werkverzeichnis, Stil- und Werkanalysen, Ausgaben- und Literaturverzeichnis. Dem Leser obliegt es demnach das typisch "Barocke", das sich keineswegs einfach greifen lässt, wie Kohlhaas meint, aus den Einzeldarstellungen herauszufiltern - eine Mühe, die sich unbedingt lohne. Selbst Spezialisten, so versichert die Rezensentin, werden in diesem Band auf Neues oder Umwertungen stoßen: der vernachlässigte Telemann ist ausführlicher behandelt als etwa Bach oder Händel; die Neuentdeckungen der letzten Jahrzehnte wie Zelenka und von Wassenaer werden vorgestellt, und auch andere, nicht 'barock-verdächtige' Länder wie Schweden, die Niederlande, Spanien oder Polen berücksichtigt.

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