Inge Deutschkron

Offene Antworten

Meine Begegnungen mit einer neuen Generation
Cover: Offene Antworten
Transit Buchverlag, Berlin 2004
ISBN 9783887471866
Gebunden, 104 Seiten, 9,80 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort von Johannes Rau. Inge Deutschkron erzählt von Begegnungen mit jungen Menschen: in Schulen, in Briefen, nach Aufführungen ihres Stücks "Ab heute heißt Du Sara". Sie lernt eine neue Generation kennen, die offen und sensibel mit deutscher Geschichte umgeht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.07.2004

"Ein erhellendes Licht auf die Geschichtsbilder der Jugendlichen" wirft dieses Buch nach Meinung von Anke Schwarzer. Inge Deutschkron dokumentiert darin Briefe, in denen ihr Schüler und Schülerinnen von ihrem Erfahrungen im Umgang mit dem Holocaust berichten. Den Optimismus, mit dem Inge Deutschkorn die Briefe als "Dokumente der Freude" bezeichnet, findet die Rezensentin überraschend. Sie stellt zwar heraus, dass es primär um den "persönlichen Eindruck" geht, deckt dennoch Ungenauigkeiten auf: Anke Schwarzer vermisst eine genauere Beschreibung der Entstehung des Bilderbuches "Papa Weidt", das auch Kinder unter 14 in die Thematik einführt. Sie urteilt ebenfalls, dass einige Erklärungen "sehr schlicht" ausfallen oder Aspekte, wie die Diskussion über den Holocaust mit Migrantenkindern geführt werden muss, unbedacht bleiben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.07.2004

Den Hintergrund dieses Buches bildet, so berichtet Rezensentin Anke Schwarzer, das Stück "Ab Heute heißt Du Sarah", das an die Erinnerungen der Autorin Inge Deutschkron angelehnt ist, die den Nationalsozialismus überlebt hat, weil sie sich zwei Jahre lang zusammen mit ihrer Mutter verstecken konnte, während die Nationalsozialisten viele ihrer Verwandten und Freunde ermordeten. Das Berliner Grips-Theater führt dieses Stück, erfährt man, seit 1988 im eigenen Haus und an zahlreichen Schulen auf, und viele Lehrer luden Deutschkron daraufhin an ihre Klassen ein. Die Briefe der Schüler, mit denen Deutschkron dort gesprochen hat, und die sie in diesem Buch nun vorstellt, sind für sie "Dokumente der Freude", berichtet Schwarzer. Wenn die Rezensentin auch kritisiert, dass Deutschkrons Erklärungen mitunter "sehr schlicht" ausfallen würden, fragt sie sich angesichts "des so nachhaltigen Eindrucks, den Überlebende des Holocaust bei den Schülern" offensichtlich hinterlassen würden, aber vor allem, "was sein wird, wenn es keine Augenzeugen mehr gibt".

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