Aus dem Arabischen von Regina Karachouli. Beirut, 1994. Zehn Jahre sind vergangen, seit Maja ihre Stadt gen Paris verlassen hatte. Nun ist sie in den Libanon zurückgekehrt, die Verheerungen des zu Ende gegangenen Bürgerkrieges sind allerorten sichtbar, nicht nur in den Straßen, auch in den Seelen der Menschen. Bei Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm stößt sie in den Ruinen auf einen abgewetzten Lederkoffer, dessen Inhalt - Briefe, Fotos und Tagebücher - ihr Leben fortan auf den Kopf stellt. Majas unablässige Recherchen führen sie auf die Spur der syrischen Journalistin Nûra, die einst die Flucht wagte, nachdem sich ihr der Geheimdienst an die Fersen geheftet hatte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.08.2017
Cornelia Geissler fällt es zwar nicht immer leicht, dem durch die Zeiten hüpfenden Gang des Romans von Iman Humaidan zu folgen. Lohnend aber scheint ihr die Lektüre allemal. Wie die Autorin laut Geissler teils recht filmisch die Lebenswege mehrerer Figuren in und um den Bürgerkrieg in Beirut im Jahr 1978 erzählt, findet sie bemerkenswert. Flucht und Exil, Politik und familiäre wie religiöse Traditionen kann ihr die Autorin näherbringen. Nicht zuletzt, da Humaidan ihre Figuren Ernst nimmt, meint Geissler.
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