Ilse Helbich

Fremde

Erzählungen
Cover: Fremde
Droschl Verlag, Graz 2010
ISBN 9783854207740
Gebunden, 136 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Ilse Helbich hat mit Fremde einen Erzählungsband geschrieben, der mit dem Blick der 87-Jährigen die Fremde, aber auch das Fremde vermisst: es sind Geschichten, die zusammengenommen die Stationen eines Lebens abtasten, ohne wirklich autobiographisch zu sein. Rätsel und Traumata der Kindheit, beängstigende Begebenheiten auf dem Weg zum Erwachsenwerden, Familie und Partnerschaft, und am Schluss das Alter in all dem werden wir immer wieder mit Fremdem rund um uns, aber auch in uns konfrontiert. Ilse Helbich macht aus diesen so allgemeinen Themen ganz unverwechselhaft eigene, kraftvolle, farbige Erzählungen, die niemanden unberührt lassen, da sie, jenseits der Idylle und der Kette von Verlusten andererseits, mit der illusionslosen Klarsichtigkeit des Alters geschrieben sind, die nicht einmal mehr der Tapferkeit bedarf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.07.2010

Rezensentin Julia Kospach staunt über die schöne Altersweisheit der spät berufenen Autorin. Mit welchem Glücksfall für die Literatur es der Leser bei der 87-jährigen Ilse Helbich zu tun hat, weiß Kospach auch zu erklären. Der glasklare, unsentimentale Ton dieser Geschichten hat es ihr angetan und dass die Autorin in den in diesen Texten durchgespielten Formen des Fremden (im Gewohnten, im Schmerz und im Alter) immer auch das Überraschende erkennt, Schlechtes und Gutes gleich gewichtet. Besonders bemerkenswert erscheinen der Rezensentin Helbichs Natur- und Landschaftsbeschreibungen sowie die Bandbreite ihrer Perspektiven (vom Kind bis zum Greis) und Erzählweisen (mal perfekt ausgearbeitet, mal wie Erinnerungsfetzen).
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