Ibrahim al-Koni

Die verheißene Stadt

Roman aus der Sahara
Cover: Die verheißene Stadt
Lenos Verlag, Basel 2006
ISBN 9783857873706
Gebunden, 234 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich. Am Ende von Ibrahim al-Konis Roman "Die verheißene Stadt" steht die Stadt tatsächlich, und sie hat einen Namen: Tan Amghar, das Land des Stammesführers. Der Stamm ist sesshaft geworden, entsprechend dem Geheiß - so will es der allgemeine Glaube - des verstorbenen Stammesführers, über dessen Grab ein Heiligtum errichtet wurde. Dieses ist Ausgangspunkt und Zentrum des neuen Lebens. Der Wille des Stammesführers, übermittelt durch die ihm "vermählte" Jungfrau, leitet weiterhin die Bewohnerinnen und Bewohner des "kleinen Waw", wie der Volksmund die Stadt nennt. Das große Waw, das Paradies, aus dem die Menschen einst vertrieben wurden und das wiederzufinden sie sich ein Leben lang mühen und es in vielerlei Form zu erkennen glauben - dieses große Waw bleibt auf Erden unerreichbar. Seiner ansichtig zu werden, ist ein menschlichem Willen entzogener Gnadenakt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.08.2006

Wenn man sich erst einmal auf Ibrahim al-Konis besondere Erzählweise eingelassen hat, kann man auch in seinem jüngsten Werk "Die verheißene Stadt" in die geheimnisvolle Kultur der Tuareg eintauchen, berichtet Rezensent Martin Zähringer. Dieser Roman reihe sich nahtlos in die Reihe der Tuareg-Erzählungen des Autors ein, die alle den Mythos Wüste als krassen Gegensatz zum hektischen Treiben in der Großstadt darstellen. Dabei komme dieser Roman nach Meinung des Rezensenten wie eine kürzere Fassung des 2002 erschienenen Epos "Die Magier" daher, lediglich das Ende sei etwas positiver. In "Die verheißene Stadt" schildert al-Koni in einzelnen Episoden, die ein "locker zusammengesetztes, aber inhaltlich verbundenes Mosaik" bilden, die Suche des jungen Protagonisten nach dem "Waw", dem "verlorenen Paradies. Dabei helfen soll ihm die Poesie, was dem Rezensenten sehr gut gefällt.
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